Vanillekipferl & Schoko-Lebekuchen-Kekse

selbstgemachte-weihnachtskekse

Wer hat dieses Jahr noch keine Kekse gebacken? Zugegeben, ich bin auch spät dran, aber letztes Wochenende war es dann doch so weit. Auch wenn ich selbst nicht sooo gerne Kekse esse, gehören Sie (finde ich) einfach zu Weihnachten dazu. Was wäre der Advent denn ohne Vanillekipferl? Richtig… nicht dasselbe. Also ran an den Backofen!

 

Vanillekipferl

Der Klassiker schlechthin – jeder kennt sie, (fast) jeder mag sie. Doch genau so viel Freude eine Packung Vanillekipferl einem bereiten kann, genau so viel Ärger kommt in einem hoch, wenn 8 von 10 Kipferl beim Formen zerbröseln. Ja auch bei mir sind schon viele Kipferl zerbröselt, manche Kipferl zu Stangerl geworden und das ein oder andere Teigstück ist wenig liebevoll wieder in der Teigschüssel gelandet. Nach ein paar Jahren probieren, rollen, kühlen, formen und backen, habe ich 3 wichtige Punkte für mich entdeckt, mit denen auch die Vanillekipferl perfekt werden. Mehr verrate ich später. Das Rezept habe ich euch übrigens auch hier als PDF zum Downloaden vorbereitet.

Zutaten für ca. 140 Stück:

300g Butter
350g Mehl
110g Staubzucker
150g geriebene Mandeln
1/2 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker (16g)
2 Vanilleschoten
Schale einer Zitrone
1 Prise Salz

 

Teig vorbereiten

Der Teig selbst ist schenll gemacht. Alle Zutaten zusammen in einer großen Schüssel zu einem glatten Teig verkneten und das Mark von 2 Vanilleschoten hineingeben. Mein persönlicher Tipp: Der Abrieb von 1 Zitrone. Die dezente Zitrusnote schmeckt man erst recht spät bzw. im Nachhinein, jedoch gibt es den ohnehin schon sehr süßen Keksen etwas Frische. Die einen lieben es, die anderen mögen es umso weniger. Probiert es einmal und entscheidet selbst wie es euch schmeckt. Wenn der Teig fertig ist, für ein paar Stunden kühlt stellen, idealerweise über Nacht.

 

Kipferl formen

Wenn der Teig gut durchgekühlt ist, nehmt euch ca. 1/4 davon zur Hand und formt ihn zu einer daumendicken Rolle. Den Rest des Teiges wieder kühl stellen. Die Rolle in 1,5cm dicke Stücke schneiden und diese wiederum zu einer dünneren, gleichmäßigen Rolle formen. Dann zu einem Kipferl formen und auf ein Backblech legen. Ich rolle jedes Kipferl einzeln aus und forme es, anstatt aus einer langen Rolle direkt entsprechend lange Stücke zu schneiden.
Das hat zwei Gründe: 1. Umso länger die Rolle wird, umso schwieriger ist sie auszurollen. Sie wird ungleichmäßig und reißt. 2. Wenn ich die Rolle zerteile habe ich keine schönen Enden. Also nehme ich jedes Stück Teig nochmals her und forme nach… also mach ich gleich jedes einzeln!

Besonders wichtig: Möglichst gleichmäßig dick bleiben. Auch wenn man sie im Internet oft schon fast als Halbmond sieht – Vanillekipferl gehören meiner Meinung nach gleichmäßig. Sonst verbrennen die Enden beim Backen zu schnell.

vanillekipferl-teig

Die Kipferl bei 180°C für genau 10 Minuten backen, auch wenn sie noch blass und weich sind. Sobald sie abkühlen, härten sie nach. Wenn ihr sie erst rausnehmt, wenn sie braun sind habt ihr Steine ;)

vanillekipferl-formen-und-backen

Während die Kekse backen, etwas Staubzucker mit Vanillezucker und etwas Vanillemark mischen. Die Vanillekipferl kurz abkühlen lassen und dann vorsichtig in der Zuckermischung wälzen solange sie noch warm sind. Wenn sie bereits komplett ausgekühlt sind, haltet der Zucker nicht mehr. Jedoch sind sie im warmen Zustand noch sehr zerbrechlich, also ganz behutsam damit umgehen. Das einzig positive daran: gebrochene Vanillekipferl schenkt man nicht gerne her.. also muss man sie leider selber essen (:

vanillekipferl

Meine 3 Vanillekipferl Geheimnisse

Butter, Kälte, Backzeit – that’s it! Kekse sind nunmal nichts für eine Diät, egal wie sehr man es dreht und wendet. Wenn ihr ein Vanillekipferlrezept mit weit weniger Butteranteil findet, freut sich zwar vielleicht der Jeansknopf, aber zum Formen könnt ihr den Teig vergessen. Zu trocken wird er immer wieder reißen und zerbröseln – das kostet weit mehr Nerven als die 0,234kg mehr auf der Waage.
Vanillekipferlteig muss beim Verarbeiten kalt sein, vor allem wenn ihr trotz dieses Hinweises weniger Butter verwendet habt. Daher auch nie den ganzen Teig auf einmal aus dem Kühlschrank nehmen, sondern immer einen Teil verarbeiten und dann den nächsten.
Die Kekse müssen noch weich sein und noch nicht fertig aussehen, wenn sie mürb bleiben sollen. Auch wenn ihr es nicht glauben wollt, 10 Minuten reichen. Nein keine 11, oder 12 Minuten… 10 reichen wirklich ;)

 

Schoko-Lebkuchen-Kekse

Nach den Kipferln habe ich mal die restlichen Backzutaten in der Küche durchgesehen und überlegt, was ich noch daraus machen könnte. Dann habe ich eine Packung Lebkuchen gefunden und einfach mal drauf los probiert. Das Resultat ist jedoch gar nicht mal so schlecht geworden, daher wollte ich das Rezept ebenfalls mit euch teilen. Hier wieder als PDF zum Download.

Zutaten für ca. 60 Stück:

170g Lebkuchen
100g Schokolade
100g Butter
200g Mehl
100g Zucker
1 Prise Salz & Backpulver

Deko:
100g Schokolade
ein paar gehackte Mandeln

schoko-lebkuchen-kekse

Den Lebkuchen zerbröseln und eventuell noch in der Küchenmaschine oder im Mörser zerkleinern. Alle Zutaten in einer großen Schüssel zu einem glatten Teig verkneten, mit den Händen oder dem Knethaken. Einige Stunden kühl stellen, am Besten über Nacht. Aus dem Teig  kleine Kugeln formen und auf ein Backblech legen (ca. 1-1,5cm Durchmesser). Der Teig könnte nach dem Kühlen (vor allem wenn er bei Minusgraden draußen stand) etwas fest und bröselig sein. In diesem Fall einfach fest durchkneten, bis es wieder ein glatter Teig ist und er sich entsprechend formen lästt. Die Kugeln etwas eindrücken und bei Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 10 Minuten backen. Die Kekse sind dann noch weich, wenn sie aus dem Ofen kommen, härten jedoch beim Abkühlen noch aus. Wenn die Kekse abgekühlt sind, die Schokolade schmelzen und die Kekse verkehrt darin eintauchen. Solange die Schokolade noch nicht ausgehärtet ist, ein paar Mandelstücke drüberstreuen.

 

 

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selbe.

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