Herbstliche Torte im Kürbislook

Auch wenn bereits die Adventkalender in den Kinderzimmern hängen, die Weihnachtsbeleuchtung den Stromzähler nach oben treibt und Michael lauthals Last Christmas aus dem Radio singt, ist nichts desto trotz noch Herbst. Vor allem bei den aktuellen Temperaturen fällt es mir nicht schwer noch etwas Abstand zum alljährlichen Weihnachtsstress zu halten und den farbenfrohen Herbst, oder auch „Altweibersommer“ wie er bei uns so schön genannt wird, noch länger zu genießen. (:

Demnach fiel mir die Motivauswahl für meinen nächsten Tortenauftrag auch nicht besonders schwer. Nachdem ich zu Halloween schon so viele schöne, gruslige Kürbistorten in diversen Blogs und Foren gesehen habe, wollte ich mich auch einmal daran versuchen. An dieser Stelle mein größter Respekt an alle, die hierbei so eine tolle Grundform hinbekommen haben – die Modellierung des Kuchens zu einer Kürbisform ist nämlich bei weitem das Schwierigste.

Herbsttorte Kürbis Titelbild

 

Buttermilchkuchen mit weißer Ganache

Zutaten für den Kuchen (27cm Springform)
3 Eier
300 g Kristallzucker
300 g Mehl
400 ml Buttermilch
1 Packung Backpulver
1/2 Packung Vanillezucker
(50-100 ml Wasser, 50-100 ml Alkohol, 3-4 EL Zucker)

Zutaten für die Creme
350 g weiße Schokolade
250 g Schalgobers

 

Zubereitung

Buttermilchkuchen

Die Eier mit dem Zucker einige Minuten schaumig schlagen. Backpulver und Mehl miteinander vermengen und abwechselnd mit der Buttermilch in das Zucker-Ei-Gemisch, vorsichtig mit einem Schneebesen, einrühren. Vanillezucker dazugeben und bei 180°C Ober-Unterhitze ca. 60-80 Minuten backen. Das Rezept gibt es hier auch zum Downloaden als PDF.
Macht hier einfach wie immer die Holzstäbchenprobe um zu sehen wie weit der Kuchen schon ist. Ich habe meinen Kuchen in einer anderen Form gebacken, daher fällt mir das Einschätzen der Backzeit etwas schwer :/

TIPP: Damit der Kuchen besonders saftig wird, kocht etwa 50-100 ml Wasser und eine beliebige Alkoholsorte (Rum, Grand Manier etc.)  zusammen mit 3-4 EL Zucker auf. Mit einem Holzstäbchen stecht ihr einige Löcher in den noch warmen Kuchen. Stecht dabei bis zum Boden durch und verteilt die Stiche einigermaßen gleichmäßig über den Kuchen. Dann nehmt euch einen Schöpflöffel und gießt das aufgekochte Gemisch gut verteilt über den Kuchen. Gebt ihm ca. 1 Minute Zeit zum einziehen und verteilt den nächsten Schöpflöffel der Mischung auf dem Kuchen.
Durch die Löcher verteilt sich die Flüssigkeit ziemlich gleichmäßig in der Masse – der warme Teig fungiert als Schwamm. Übrigens eine tolle Möglichkeit etwas zu lang gebackene Kuchen doch noch vor dem Austrocknen zu bewahren!

Ganache

Für die Ganache die Schokolade im Wasserbad schmelzen. In die flüssige Schokolade das Schlagobers einrühren bis alles eine homogene Masse ergibt und für ein paar Stunden kalt stellen. Danach mit dem Mixer aufschlagen.
Hier muss ich dazu sagen, dass ich meine Creme ziemlich vermasselt habe :(   Normal verwende ich immer die gleiche Menge Schoko wie Schlagobers für meine Creme, so auch dieses mal bei der weißen Variante. Leider war sie auch nach einigen Stunden im Kühlschrank noch zu flüssig, woran sich auch nach dem aufschlagen nicht viel geändert hat. Um etwas Stabilität in die Angelegenheit zu bekommen, habe ich mein Glück mit Gelatine versucht, wobei die Creme zum Klumpen begonnen hat. Sie war noch genießbar, aber nicht mehr das gelbe vom Ei. Also lernt aus meinem Fehler! Wenn ihr mehr Schokolade nehmt (in den Angaben bereits eingerechnet) sollte die Creme auch fester werden.

 

Viele Schichten = ein Kürbis

Aus der Kuchenmasse nun einen Kürbis zu zaubern war auf jeden Fall die größte Herausforderung. Schneidet euren Kuchen in mehrere Schichten und stapelt sie mit Creme aufeinander bis ihr die gewünschte Höhe erreicht habt. Nehmt ein scharfes Messer zur Hand und schneidet so gut es geht eine Kugelform heraus. Danach an 6 Stellen der Länge nach einschneiden und einkerben. Auch oben verläuft der Kürbis etwas zusammen (hinein). Danach alles mit der Creme bestreichen. Dick genug um sich selbst Freiraum zu lassen diverse Muggel noch mit Fondant auszugleichen, aber dünn genug damit nicht alles überall herausquillt.

Herbsttorte Kürbis 01

 

Mehr Efffekt durch Farbe

Habt ihr euren Kuchen mit Fondant eingedeckt, könnt ihr noch versuchen eventuelle Dellen zu glätten. Mein Endergebnis seht ihr hier – nicht gerade ein glatter Babypopo, aber in der Natur gibt es nunmal auch ab und zu Schönheitsfehler. Wollt ihr eurem Kürbis jetzt noch etwas Pepp verleihen, könnt ihr mit Lebensmittelfarbe nachhelfen. Mischt euch 2-3 Rot- und Brauntöne an und mischt sie mit Wasser. Mit einem Pinsel könnt ihr euch dann kreativ austoben und die Dreidimensionalität hervorheben.
Die meisten von euch können das bestimmt auch besser als ich wenn ich an die ganzen Airbrushkünstler in den Communities denke (:
Nachdem ich sonst aber selten Fondant nochmals nachträglich bemale, ist mein Ergebnis denke ich ganz akzeptabel.

Herbsttorte Kürbis 03

 

Herbstdekoration

Die Dekoration habe ich bereits am Vortag aus Fondant und Marzipan gemacht. Ich hab gerade lange nach dem richtigen Ausdruck gegooglet, finde aber leider keine Bezeichnung für die gekringelten Reben. Ich hoffe ihr verzeiht mir diesen Ausdruck :D
Diese habe ich jedenfalls aus Fondant gemacht, um einen Kochlöffel gewickelt und aushärten lassen. Hat wunderbar funktioniert.

Herbsttorte Kürbis 02

 

 Das vollendete Werk

Nun fehlt nur noch der Stiel für den Kürbis. Aus dunkelbraunem Fondant ist er ganz schnell gemacht und kann mit einem Zahnstocher am Kuchen befestigt werden. Anschließend die Deko platzieren und eventuell mit etwas Farbe noch ein paar Details und Effekte hinzufügen. So schnell wachst ein Kürbis.

Herbsttorte Kürbis Igel

 

Herbsttorte Kürbis 04

 

 

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